02.09.2026: „Bildhauerei der Renaissance in Italien, Teil III – Manierismus“
Mittwoch, 02. September 2026, um 19.00 Uhr im Kolpinghaus Kleve
Vortrag mit Ulrich Forster aus Köln
Mit diesem Vortrag schließt Herr Forster seinen Dreierzyklus über die Bildhauerei der Renaissance in Italien ab. 2024 hat er uns Donatello und seine Zeitgenossen vorgestellt, und im letzten Jahr hat er das Genie Michelangelo Buonarotti beleuchtet. Nun wird es um die Frage gehen, wie die Nachfolger versuchten, aus diesem übermächtigen Schatten herauszutreten.
Einleitend schreibt er:
„So groß war der Ruhm, den Michelangelo Buonarotti während der langen Jahrzehnte seiner erstaunlichen Karriere in Italien erworben hatte und so kühn waren viele seiner Entwürfe, dass es für eine nachfolgende Künstlergeneration eine gewaltige Herausforderung darstellte, aus dem Schatten des übergroßen Vorbildes herauszutreten. Zumal eine eigenständige „Maniera“, eine unverwechselbare Handschrift als Künstler zu finden, eine wichtige kunsttheoretische Forderung der Zeit war.
Bildhauer wie Benvenuto Cellini, Bartolomeo Ammanati oder Giambologna waren selbstbewusst genug, diese Herausforderung anzunehmen. Sie suchten und fanden Wege, an die Ideen und Neuerungen des Meisters anzuknüpfen, diese weiterzutreiben und auch auf nahezu unbekanntes Terrain skulpturaler Möglichkeiten vorzudringen.“

