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04.10.2026: „Besuch im Atelier von Christoph Wilmsen-Wiegmann“

Sonntag, 04. Oktober 2026, von 14.00 – 16.00 Uhr

Vor der Ankündigung dieses Programmpunktes bitte ich um Ihr Verständnis für eine Terminkollision. Leider hat es sich ergeben, dass sich die Termine für den von uns geplanten Atelierbesuch bei Christoph Wilmsen-Wiegmann und das von der Capella Cliviae geplante Konzert überschneiden. Dies wurde uns leider erst bekannt, nachdem die Vorbereitungen für beide Veranstaltungen weitgehend abgeschlossen und nur mehr mit großem Aufwand wieder zu revidieren waren. Da die Teilnehmerzahl für den Atelierbesuch ohnehin begrenzt ist, bietet das Konzert eine wundervolle Alternative.

Am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, haben wir die Gelegenheit, in der Zeit von 14.00 – 16.00 Uhr das Atelier von Christoph Wilmsen-Wiegmann in der Nähe von Kalkar-Appeldorn zu besuchen. Unser Mitglied Christoph Wilmsen-Wiegmann wird uns ein wenig vertraut machen mit seinen Stein-Skulpturen und den Werken der befreundeten Künstler und Künstlerinnen. 

Dabei wird er über die Steinbrüche von Carrara und Sardinien sprechen und uns mitnehmen auf seine „Steinreisen“ in die Vulkaneifel, nach Frankreich, England, Norwegen, Schweden, Baltikum, Polen, Portugal, Spanien, Sardinen, Italien, Österreich, Griechenland, Türkei, Israel, Jordanien und Assuan. Besonders reizvoll wird es auch sein, das Zusammenspiel der Stahlarbeiten von Günter Zins und der Werke aus Stein von Christoph Wilmsen-Wiegmann in der aktuellen Atelierausstellung „Stahl und Stein“ näher zu betrachten. 

Christoph Wilmsen-Wiegmann spricht auch über seine Arbeiten im Öffentlichen Raum am Niederrhein, in Krefeld, Düsseldorf und in Goslar: 

„Steinwerdung – Steinfindung – Steinsetzung. Steine für Sammlung, Andacht, Gespräch und Feier. Der Stein, den die Bauleute verwarfen, ist zum Eckstein geworden. Gemeinde- und Stadtgründungen brauchen als Basis Glaube und Stein. Steine bilden eine unbegrenzte Gemeinschaft. Die Bildhauerei entsteht nicht aus einem gesellschaftlichen Auftrag, sondern für eine menschliche Gemeinschaft.

Steine. Symbole der Erde und menschlicher Verbundenheit mit ihr. Sie sind Steinzeichen, Merkmale und Wundmale der menschlichen Existenz. Aufgestellt vervielfachen sie und klären eigene und menschliche Energien. Steine vermitteln die lebendige Vereinigung von Landschaft und Mensch und treten in Beziehungen zu Tages- und Jahreszeiten, zu dem Licht der Sonne und des Mondes, zu Regen und Schnee, zu Nebel und Wind, zu der Kühle des Abends, zu den Tautropfen des Morgens.“ 

Um die Faszination von Steinen zu verstehen, brauche ich nur meinen Enkeln zuschauen, die immer wieder in unserem Kies nach dem besonderen Stein suchen. Ausführlicher hat es Franz-Joseph van der Grinten beschrieben, der Werke von Christoph Wilmsen-Wiegmann in seine Sammlung aufgenommen und seine Arbeiten in der Schrift „Saxa loquuntur“ charakterisiert hat. Daraus folgendes Zitat: 

„Christoph Wilmsen-Wiegmann hat schon früh den besonderen Aufruf vernommen, den der Stein an seinem ureigenen Ort aussendet; er ist dem Stein stets auf der Spur. Lauschend gewissermaßen auf das unhörbare Echo, das seiner Sprache Ziel gibt. Er hat ein im Grunde strenges plastisches Konzept: Säule, Pfeiler, Tor, Kugel, Diskus, Schale, Monolith und Reihung und übergreifender Raumbezug in der Besetzung von Punkten und Strecken im Landschafts- und Bebauungszusammenhang.“

Um den Sonntagnachmittag perfekt zu machen, stehen Kaffee, Tee, Wasser, Gebäck und Obst bereit.

Das Atelier von Christoph Wilmsen-Wiegmann befindet sich an der Marienbaumer Straße 118 in 45546 Kalkar-Appeldorn. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen eigenständig an. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir Sie um eine Anmeldung. Für diejenigen, die nicht eigenständig anreisen können, werden wir Fahrgemeinschaften bilden. Bitte melden Sie sich bis spätestens Freitag, den 25. September 2026, telefonisch bei Frau Kolbe unter der Nummer 02821 60873 an.

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