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04.10.2026: „Orlando furioso – der rasende Roland von Ludovico Ariosto mit Musik der Zeit“

Vor der Ankündigung dieses Programmpunktes bitte ich um Ihr Verständnis für eine Terminkollision. Leider hat es sich ergeben, dass sich die Termine für den von uns geplanten Atelierbesuch bei Christoph Wilmsen-Wiegmann und das von der Capella Cliviae geplante Konzert überschneiden. Dies wurde uns leider erst bekannt, nachdem die Vorbereitungen für beide Veranstaltungen weitgehend abgeschlossen und nur mehr mit großem Aufwand wieder zu revidieren waren. Da die Teilnehmerzahl für den Atelierbesuch ohnehin begrenzt ist, bietet das Konzert eine wundervolle Alternative.

Sonntag, 04. Oktober 2026, um 14.30 Uhr in der Minoritenkirche Kleve (Unterstadtkirche)

Benefizkonzert für das Projekt Haus des Erinnerns und Gedenkens in Kleve –

„Orlando furioso – der rasende Roland von Ludovico Ariosto mit Musik der Zeit“

Bei diesem Konzert der Capella Cliviae im Klevischen Verein treten wir mit unserer Schwestergesellschaft in Nijmegen als Kooperationspartner auf. Es handelt sich um eine  musikalisch konzertante Aufführung und rezitativische Textlesung mit Musik von J. Arcadelt, J. De Berchem, W. Byrd, A. und G. Gabrieli, G.F. Händel, M.A. Ingegneri, O. di Lasso, M.A. de Pordenon, A. Striggio, T.L. Victoria , G. De Wert.

Als Mitorganisator und Mitglied der Capella Cliviae schreibt Prof. Dr. C. Braun u.a. folgendes zum Thema des Konzerts:

„Orlando ist ein mystery-Fortsetzungsroman der Renaissance, inspiriert von einem historischen, für die Story des Epos unwesentlichen Ausgangsfaktum. Solche Epen waren zu unterhaltender Erbauung im ausgehenden Mittelalter und der Renaissance sehr beliebt. Sie waren beeinflusst von antiken Sagen, vergleichbar mit den Irrfahrten des Odysseus nach dem trojanischen Krieg, der Aeneis des Vergil, auch von nordischen Sagen (vgl. Ritter der Tafelrunde und König Artus, Nibelungenlied). Als Bestseller der Zeit waren solche Vortragszyklen auch in Kleve am herzoglichen Hof äußerst wahrscheinlich sehr beliebt. Die anstehende Präsentation ausgewählter Episoden des Orlando Furioso soll im 510. Jahr nach seiner ersten Publikation eine Vorstellung solcher historischen gesellschaftlichen Ereignisse bieten.

Darüber hinaus wird durch das Werk auch die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen demonstriert und bietet Analogien zu Nathan dem Weisen von Lessing. Höhepunkt dieser Aussage ist das Happy-End des Epos mit der Heirat der christlichen Protagonistin Bradamente, der Schwester von Rinaldo, mit dem muslimischen Protagonisten Ruggiero.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind am Ausgang willkommen.